T5 (2018-2020) Entwicklung eines korrosionsträgen Stahls im System Fe-Cr-Mn-N-Cu für automobiltypische Anwendungen

 

In Kooperation mit dem Industriepartner Outokumpu Nirosta GmbH wird im Transferprojekt T05 ein Legierungskonzept für einen chrom- und stickstoffhaltigen Manganstahl entwickelt, der für automobiltypische Anwendungen optimiert ist. Dabei ist die Verwendung von Stahl aus dem Elektrolichtbogenofen mit hundertprozentigem Rohstoffeinsatz aus Stahl-Schrott des Automobilbaus vorgesehen, der einen erhöhten Kupfer-Gehalt aufweist. Besondere Beachtung findet die Berücksichtigung der mechanischen und korrosiven Eigenschaften, die durch das Legierungsdesign im System Fe-Cr-Mn-Cu-(C,N) eingestellt werden.

Entwicklung eines korrosionsträgen Stahls im System Fe-Cr-Mn-N-Cu

Die Herausforderung des Projektes liegt einerseits in der Einstellung einer guten Stranggießbarkeit, die negativ durch Mangan und Chrom beeinflusst wird und so eine Reduzierung des Legierungsgehaltes nötig macht. Andererseits sollen die Zielgrößen von mindestens 500 MPa Fließgrenze und 600 MPa Zugfestigkeit bei über 40% Bruchdehnung eingehalten werden. Gleichzeitig muss eine ausreichende Korrosionsträgheit durch den Chrom-Gehalt sichergestellt sein.

Im Rahmen des kooperativen Projektes werden daher die mechanischen und korrosiven Eigenschaften der entwickelten Legierungen untersucht und Stranggussversuche auf einer Pilotanalage im industriellen Maßstab durchgeführt.